Das Portal für Naturstrom und Erneuerbare Energien in Italien

31. August 2014

PV-Abfälle in Italien

Erneuerbare Energien haben in den letzten Jahren sicherlich einen ständig wachsenden Energiebeitrag geleistet, aber sind wirklich nachhaltig? 

Der Beitrag der erneuerbaren Energien ist sich in den letzten zehn Jahren stark gewachsen. An dieser Entwicklung hat sich aktiv die Erzeugung von Elektrizität durch Photovoltaik-Anlage, die einen erheblichen Zuwachs in Europa und in der Welt gehabt hat, beteiligt. In Italien, insbesondere das Wachstum hat einen exponentiellen Charakter angenommen. Von den rund 320 Terawattstunden (TWh) verbrachten Strom in Italien im Jahr 2013 [1], Photovoltaik-Anlagen liefern heute rund 7% des gesamten nationalen Strombedarfs. Obwohl Solarenergie, hauptsächlich Photovoltaik (PV) immer als grüne Technologie betrachtet wurde, bleibt die Umweltverträglichkeit der mehr als 100 Millionen installierten PV-Modulen in Italien sowie das Risiko von einer rücksichtslosen Abwicklung von PV-Abfällen, schuldbewusst am Rande der öffentlichen Debatte. 

Die Verwaltung ein Solarmodul kann in drei Phasen unterteilt werden: Konstruktion, Stromproduktion und Entsorgung des Moduls am Ende seiner Lebensdauer. In der Debatte über die ökologische Nachhaltigkeit der Photovoltaik wird

23. Juli 2014

Spalma-incentivi, Änderungen in Sicht: Die Präsidenten der Ausschüsse liegen Gesetzänderungen vor

Während der gestrigen Sitzung haben die Präsidenten der Ausschüsse für Industrie und Umwelt des Senats, aus denen den Text, der von beiden Häusern abgestimmt wird, erscheinen wird, die neu Änderungen vorgelegt.
Für den Spalma-Incentivi sind drei Optionen ersichtlich: Verteilung auf 24 Jahren, neu Anpassung der Einspeisetarif auf 20 Jahren sowie Stufeneinschnitte der Solarförderung. 

Endgültig beiseite gelegt die Hypothese der GSE Anleihe, so scheint es nun, dass die Kürzung der Solarförderungen (so genannte Spalma-Incentivi) wird geändert, um Betreiber verschiedenen Alternativen zur Verfügung zu stellen, jedoch alle benachteiligend. Dies ist, was die lang erwartete Änderung der Nachtsitzung von gestern Abend, 22 Juli, mit sich gebracht hat: die Änderungen wurden von der Vorsitzenden der Senatsauschüsse für Umwelt und Industrie bzw. Massimo Mucchetti und Giuseppe Marinello der NCD vorgelegt.

Nach dem Vorschlag der beiden Präsidenten, werden Betreiber von Photovoltaik-Anlagen mit einer Nennleistung bis zu 200 kWp zwischen drei Optionen wählen können:

2. Mai 2014

Italien will Solarförderung um 20% rückwirkend kürzen: Lohnt sich das eigentlich?

Wie Bulgarien und Spanien müssen nun auch in Italien Betreiber von Photovoltaik-Anlagen eine rückwirkende Besteuerung Ihrer Einspeisevergütung hinnehmen?

Um sein Versprechen zu halten, die Stromrechnung der KMU um 10% zu reduzieren, erwägt der Regierung Renzi, durch die Techniker des Ministeriums für wirtschaftliche Entwicklung (it. Ministero dello Sviluppo Economico, kurz “MiSE”) die Solarförderung für bestehenden EE-Anlagen "rückwirkend" um 20% zu kürzen, gegenüber eine Verlängerung des Förderungszeitraums auf weiteren 5-7 Jahre. Ein weiterer Schlag für die Branche?

Die Regierung Renzi will die Stromrechnung der KMU um 10% senken. Hierfür sind ca. 1,5 Mrd. EUR nötig. Im ersten Quartal 2014 sank der Strompreis an der Börse um 17,8% (11,35 €/MWh) im Vergleich zum Jahr 2013. Der einfache Abstieg der Preis, würde er nicht bei den Großhändlern halten, sondern bis zum Verbraucher ankommen, würde schon zwei Drittel des Zeil abdecken. Der Rest könnte aus kleineren Konzessionen an große Stromkunden kommen.

Stattdessen in den letzten Tagen, das Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung klopfte bei der Produzenten von erneuerbaren Energiequellen, unter der Annahme einer 20%-ige rückwirkende Kürzung der Vergütung der bestehenden Anlagen, verglichen mit einer Ausdehnung von 5-7 Jahren des Förderungszeitraums (anscheinend zwingend erforderlich). Nun, zu den erneuerbare Energien investierte gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten (Eigen- und Fremdkapital), ein Euro in 20 Jahre ist 20 bis 30 Cent von heute Wert: würde man von öffentlichen Verschuldung sprechen, könnte hier man von Zwangsanleihe sprechen.

29. April 2014

Steuerliche Behandlung von PV-Anlagen in Italien: Rundschreiben Nr. 36/E vom 19.12.2013 klärt ab

Eine Frage, die von Anfang an besonders umstritten gewesen ist, betrifft die Klassifizierung im Grundbuch von Photovoltaik-Anlagen. Werden Photovoltaik-Anlagen als bewegliches oder unbewegliches Vermögen betrachtet? Unterliegen Photovoltaik-Anlagen einer automatischen Eintragung? Wie werden diese für den Zweck von Steuer und Katasterertrag berücksichtigt?

Es hängt alles davon 
nicht aus der Bewegbarkeit oder weniger der Anlage, als man denkt, ab. Alles hängt von der Größe sowie der Ausgangsleistung der Anlage ab. Genauer gesagt, hat das Finanzamt darüber hinaus entschieden, Photovoltaikanlagen aufgrund ihrer Katasterrelevanz zu qualifizieren.

Das italienische Finanzamt hat diese und andere Fragen mit einem Rundschreiben geklärt, Nr. 36/E vom 19.12.2013 über die Katasterprofile und die steuerliche Aspekte von Photovoltaikanlagen.Anbei, wenn eine PV-Anlage als bewegliches Vermögen dass auf dem Katasterertrag des Gebäudes einwirkt, zu betrachten ist; wann diese als bewegliches Vermögen die den Katasterertrag unverändert lässt zu betrachten ist, sowie wann diese als Sache unterliegend den Selbsteintragung, als unbewegliches Vermögen gilt.

Mit einem Rundschreiben vom Dezember 2013, hat das italienischen Finanzamt die Behandlung von PV-Anlagen und Grundstücke für steuerliche Zwecke neu definiert. Die Nachricht hat Ängste in einigen Betreibern und Konsumenten erhöht. Anbei eine kurze Überblick über welche Änderungen, beziehungsweise welche Inhalte das Rundschreiben des Finanzamtes, erlassen am 18 Dezember 2013, mit sich bringt.

30. März 2014

Ende des Conto Energia: wie geht's nun weiter? Sizilien zeigt wie

Die PV-Branche in Sizilien überlebt auch ohne staatliche Förderungen: viele Anlagen mit Steuerabzüge, optimistischer Ausblick für PV-Anlagen im Eigenverbrauch in Netzparität und einigen großen Parks in der Genehmigungsphase. Das sind die Ergebnisse des Berichts 2014 des PhotovoltaikZentrums der Region Sizilien.

Die italienische PV-Branche hält auch nach dem Ende des Conto Energia und eine neue Phase hat nun begonnen. Im vergangenen Jahr wurde eine ganze Reihe von Wohnanlagen dank der Steuerabzüge realisiert, die ersten Anlagen in Netzparität für den eigenen Verbrauch errichtet und befinden sich nun in der Genehmigungsphase auch einige große Parks, die mit konventionellen Energiequellen für den Verkauf in Großhandelsgeschäfte konkurrieren werden. Die ersten positiven Daten über die italienische PV Post-Förderung kommen aus Sizilien, einer Region, in die die Wirtschaft wird durch eine starke Sonneneinstrahlung begünstigt ist, aus dem Bericht 2014 des PhotovoltaikZentrums der Region Sizilien hervorgehen.

Zum 10. März 2014, kann man lesen, hat die installierte Leistung auf der Insel 1.208 MW überschritten aufgeteilt auf 37.783 Anlagen, während vor einem Jahr waren es 1.137 MW verteilt auf 34.000 Anlagen. Also die sizilianische PV ist weiter gewachsen, mit einem Anstieg der Leistung um 6% und etwa 4.000 Anlagen mehr gegenüber dem Vorjahr. Wachstum aufgrund der Ende des Conto Energia sowie auch aufgrund der neuen Formen der PV, wie zum Beispiel die Steuerabzüge? "Die überwiegende Mehrzahl der zusätzlichen mehr als 3000 bei der GSE im "Atlasole" im laufe des letzen Jahres eingetragenen Anlagen, die fast alle aus der letzten Conto Energia V gefördert sind, sind Dachanlagen  unter dem MW, dann gibt es mindestens 2.000 Anlagen errichtet in Eigenverbrauch und ohne Förderungen, oder besser mit Steuerabzüge ist aus dem Bericht zu entnehmen. Der Bericht basiert sich auf den GSE Daten über das Monitoring bei Installateuren und Großkaufgruppen, wie der von Legambiente Sizilien durch die ein Tausend von sizilianischen Anlagen errichtet wurden.

24. März 2014

Grüne Investitionen in Italien: drei Aktionsprioritäten um die Attraktivität des Sektors für Investoren neu zu entfachen

Der Nationalrat für die grüne Ökonomie hat drei Aktionsprioritäten vorgeschlagen um die Energiewende sowie Investitionen in diesem Bereich wieder hochzubringen.

Der aus der Analyse von Bloomberg New Energy Finance ausgelöste Alarm ist nicht unbemerkt geblieben. In nur einem Jahr hat den italienischen Sektor der erneuerbaren Energien mehr als 70% der Investitionen verloren, die von den $15 Mrd. im 2012 auf $4 Mrd. im 2013 gesunken sind, und die Sorgen eines Sektors wie der der Erneuerbare Energien der überaus in Schwierigkeiten geraten ist, wurden von der Nationalrat der Grüne Ökonomie aufgenommen. Der Rat, der sich in den vergangenen Tagen zurückgezogen hat, hat sich von den Einschätzungen von Bloomberg anregen lassen und der Regierung Renzi drei Prioritäten geschickt, um die Attraktivität des Sektors aus Sicht der Investoren neu zu entfachen.

"Nach einer starken Wachstumsphase, das im Jahr 2012 die erneuerbaren Energien den 13% des Bruttoinlandsverbrauch von Wärme um 28% von Strom zu befriedigen gebracht hat, mit positiven Auswirkungen für die Umwelt, Beschäftigung und Investitionen, verzeichnete der Sektor im 2013 einen harten Anschlag", sagt die Organisation, die von 66 vertretenden Wirtschaftsorganisationen der grünen Wirtschaft in Italien zusammengesetzt ist. "In Bezug auf die neue jährlich installierte Leistung, ist diese von 3,6 GW auf 1,1 GW im Bereich Photovoltaik (-70%) von 1,2 GW auf 0,4 GW im Bereich Windenergie ( -65%), und 150 MW auf 70 MW in Mini-Hydro (-55%) gesunken. "

Vor so einem ähnlichen Zusammenbruch schlägt nun den Nationalrat folgendes vor:
  1. eine ernsthafte Aktion zur bürokratische Vereinfachung für erneuerbarer Energien Anlagen, nach den Grundsätzen der Transparenz und Sicherheit der Zeiten zu aktivieren;
  2. ein Konzept für die Entwicklungspolitik der Investitionen in erneuerbare Energien zu entwickeln, die während sie sich auf eine schrittweise Überwindung der Einspeisetarife für erneuerbare Energien bewegt, durch die Umsetzung der jüngsten Delegierung auf Umweltsteuern und die "neue Formen der Besteuerung...//...zur Lenkung des Markts in Richtung der nachhaltigen Konsum und Produktion, und die Vorschriften über die Akzise auf Energieerzeugnisse und Strom zu überarbeiten, auch in Abhängigkeit von der Kohlenstoffgehalt", vorsieht;
  3. sich bemühen, im Bereich der Europäischen Definition eines neuen strategischen Rahmen für 2030, um neue Ziele für die Verringerung der Treibhausgasemissionen, der Entwicklung von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz in Einklang mit internationalen Verpflichtungen auf das Klima, definieren und zu umsetzen.

28. Februar 2014

Garantierten Mindestpreise: nach "Destinazione Italia" GSE räumt letze Zweifel aus dem Weg

Die italienische Energieagentur „Gestore dei Servizi Energetici" (GSE), kurz nach dem Inkrafttreten des Gesetzes Destinazione Italia, kündigte die Aktualisierung der Bedingungen für den Zugang zu den garantierten Mindestpreise für die Anlagen, die aus der Förderung durch die Enspeisevergütung auf der erzeugten Energie profitieren:

Mit Wirkung vom 1. Januar 2014, wie im Art. 1 Abs. 2 des Gesetzes vom 1. Februar 2014, Nr. 9 ("Destinazione Italia") vorgesehen, die garantierten Mindestpreise (PMG), die von der Behörde für den Strom- und Gasmarkt (AEEG) für die Anwendung des Stromverkaufs (Ritiro Dedicato) gemäß Beschluss Nr. 280/07, in dem Fall dass die abgezogene Energie aus Anlagen, die einen Einspeisetarif im Rahmen des italienischen Förderprogramms Conto Energia (das italienische Pendant zum deutschen EEG, Erneuerbare-Energien-Gesetz) erhalten, gewidmet wurden, sind gleich:
  • an der garantierte Mindestpreis, wie von der Behörde AEEG festgelegt, für PV-Anlagen mit einer Nennleistung bis 100 kW und für Wasserkraftwerke mit einer Nennleistung bis zu 500 kW; 
  • an der stündlichen Zonenpreis für Photovoltaikanlagen mit einer Nennleistung größer als 100 kW und für Wasserkraftwerke mit einer Nennleistung größer als 500 kW; 
  • an der stündlichen Zonenpreis für Anlagen angetrieben durch andere als erneuerbaren Energiequellen und Wasserkraftwerke mit einer Nennleistung bis 1.000 kW.
Die GSE teilte auch mit, dass um das erforderliche Update auf dem Informationsportal des Ritiro Dedicato (Stromverkauf) zu ermöglichen, die Veröffentlichung von Buchungen bezüglich den während des Monats Januar 2014 abgenommen Strom, werden voraussichtlich innerhalb der ersten Woche im März vorgenommen werden können.